Von Grasfressen bis Schlammwälzen

Von Grasfressen bis Schlammwälzen:

In der langen Zeit, die Hunde und Menschen schon zusammenleben, haben sich die meisten Menschen ein gewisses Grundverständnis für das Verhalten der Tiere angeeignet. Manchmal kommt aber doch Unsicherheit auf: Ist es normal, dass der Hund Gras frisst oder sich im Schlamm wälzt? Ab wann sollte das untersucht werden? Und was kann ich als Halter dagegen tun?

Wann verhält sich ein Hund normal und wann ist sein Verhalten auffällig? Tierärztin Dr. Daphne Ketter, Inhaberin der Tierarztpraxis für Verhaltensmedizin „Tierverhalten München“, sagt: „Wenn wir uns diese Frage stellen, denken wir oft an Verhaltensweisen, die zum Normalverhalten gehören, aber für uns Menschen ein Problem darstellen. Je nach Erfahrungen und Rasse zeigen Hunde etwa ein mehr oder weniger ausgeprägtes Jagdverhalten und müssen entsprechend kontrolliert werden oder sie zeigen in anderen Situationen zum Beispiel laut bellend, dass sie Angst haben. Auch aggressives Verhalten gehört zum Normalverhalten des Hundes und dient der Kommunikation. Aggressivität und ‚Gefährlichkeit‘ sind jedoch nicht gleichzusetzen. Das Hund-Halter-Team spielt bei der Beurteilung der Gefährlichkeit eine bedeutende Rolle.“ Bedenken sollte man zudem immer, dass Hunde sich auch bei verschiedenen Personen unterschiedlich verhalten können. Während der Vierbeiner sich an der einen Person orientiert, bekommt oder nutzt er bei der anderen vielleicht mehr Freiheiten.

Dem gegenüber verortet die Expertin krankhafte Störungen, die unbedingt untersucht werden sollten: „Dann ist ein Hund so beeinträchtigt, dass er kein Normalverhalten mehr in bestimmten Situationen zeigt. Sehr bekannt ist das zwanghafte Schwanzjagen, was viele leider als lustig wahrnehmen, oder aber beispielsweise eine generalisierte Angststörung. Dann ist das Tier eventuell gar nicht mehr abrufbar und weigert sich mitunter sogar, vor die Tür zu gehen.“

Warum genau Hunde sich so gerne in Schlamm oder stinkenden Überresten und Hinterlassenschaften anderer Tiere wälzen, ist noch nicht endgültig geklärt. „Man kann da bisher wirklich nur von verschiedenen Meinungen sprechen. Sich in etwas Starkriechendem zu wälzen, könnte bedeuten, dass die Hunde den eigenen Geruch übertünchen wollen, damit sie nicht von ihrer etwaigen Beute wahrgenommen werden. Die Forscherin Pat Goodman hat unter anderem das Geruchswälzen bei Wölfen untersucht und ist der Meinung, dass es dazu dienen könnte, Informationen über die Umgebung auf diese Art dem Rudel mitzuteilen“, erklärt Dr. Ketter. Weitere Erklärungsansätze wären, damit einen Juckreiz zu lindern oder schlicht und einfach Spaß, sich in etwas herumzurollen.

Das Verhalten ist also nicht ungewöhnlich – durch den Schmutz und den unangenehmen Geruch wollen es viele Halter dennoch vermeiden. Am einfachsten ist das, indem man für die Gassirunde Wege wählt, die wenig Chancen zum Wälzen bieten oder indem der Hund über Leine oder Rückruf kontrolliert wird. Hat er sich doch einmal in einer Pfütze ausgetobt, sollten Halter das Fell vorsichtig mit geeigneten Mitteln reinigen. Besonders Schlamm, der schon verhärtet ist, sollte dabei eingeweicht und behutsam entfernt werden.

Hier gilt ebenfalls: Warum genau Hunde Gras fressen, ist noch nicht eindeutig beantwortet. Die einen vermuten darin eine Möglichkeit, etwas Wasser aufzunehmen, andere eine Unterstützung bei der Verdauung. Es kann auch als Schutz vor Fremdkörpern dienen, weil es den Hunden hilft, sich zu erbrechen.

„Wenn ein Hund mal ein bisschen Gras frisst, ist das also nicht schlimm. Wenn es aber sehr viel wird oder er sogar fordert, extra dafür in den Garten gelassen zu werden, dann sollte man das unbedingt untersuchen lassen. Das kann sowohl etwas Organisches sein, wenn zum Beispiel ein Fremdkörper verschluckt wurde, oder aber psychische Gründe haben“, sagt die Tierverhaltensmedizinerin.

Obwohl dieses Verhalten grundsätzlich nicht schädlich ist, sollten Halter auf ein paar Dinge achten. Beispielsweise sollte der Hund regelmäßig entwurmt werden. Und man sollte bei der Gassirunde Wiesen und Äcker vermeiden, auf denen Pestizide eingesetzt werden oder für den Hund giftige Pflanzen wachsen.

„Auch Knurren wird immer wieder mal falsch eingeschätzt. Das sollte man unter keinen Umständen versuchen abzutrainieren, weil es ein wichtiges Kommunikationsmittel für den Hund ist“, erklärt Dr. Ketter. Knurrt ein Hund allerdings nicht nur in einer einzelnen Situation, sondern ist dies an der Tagesordnung, sollten sich Halter Unterstützung bei Verhaltensspezialisten oder Hundetrainern suchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Das sind natürlich nur einige wenige Beispiele für Verhaltensweisen, welche Hundebesitzer nicht immer sicher einschätzen können. Grundsätzlich gilt: Wenn beim eigenen Hund ein auf den ersten Blick merkwürdiges Verhalten auffällt, das er bisher nicht gezeigt hat, dann kann man das immer auch beim nächsten Tierarztbesuch ansprechen und eine Experteneinschätzung einholen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Übersichten zu Hundeschulen und Verhaltensberatungen. Eine solche Übersicht bietet unter anderem etwa der BHV – Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V. auf seiner Website. IVH

Ziemlich beste Freunde

Mensch und Tier: Ziemlich beste Freunde, nicht nur zu Weihnachten

Wenn draußen die Winterkälte herrscht, sorgt das Schnurren einer Katze oder das Kuscheln mit dem Hund für innere Wärme. Hunde und Katzen sind nicht nur treue Begleiter im Alltag, sondern schenken gerade in der grauen Jahreszeit und auch an den Feiertagen besondere Momente der Freude und des Trostes. Positive Effekte auf körperliche und mentale Gesundheit sind vielfach belegt.

Studien zeigen: Streicheln senkt Stress und Herzfrequenz. Das Spielen mit Hund oder Katze und Spaziergänge mit dem Hund bringen Bewegung und Struktur in die Feiertage. Das Zusammensein mit Tieren fördert die Ausschüttung von Oxytocin - dem Hormon der Verbundenheit, das Gefühle von Nähe auslöst und Stress und Ängste abbaut.

Gerade für ältere Menschen oder Alleinlebende sind Haustiere in der grauen Jahreszeit und auch zu Weihnachten ein wertvoller sozialer Anker. Sie schenken Routine, Gesellschaft und das Gefühl, gebraucht zu werden. Katzen und Hunde mit ihrem ruhigen Verhalten und aktiven Aufforderung nach Aufmerksamkeit tragen dazu bei, dass die Feiertage nicht von Einsamkeit, sondern von Wärme geprägt sind.

Bürohunde begleiten ihren Menschen auch im Alltag und tragen nachweislich zur Verringerung von Stress und Verbesserung des Arbeitsklimas bei. Therapie- und Besuchshunde sowie Tiere in Krisenteams zeigen, dass die positiven Wirkungen weit über den privaten Kontakt hinausgehen.

Eine gute Beziehung funktioniert jedoch nur, wenn beide Seiten davon profitieren. Die Fürsorge für das Tier ist elementarer Teil dieser besonderen Beziehung. Hunde und Katzen brauchen nicht nur Futter, Auslauf und einen Rückzugsort, sondern auch

Sicherheit, Zuwendung und geistige Anregung. Auch die tierärztliche Betreuung und Vorsorge gehören dazu. Studien zeigen die hohe Verantwortung des Menschen für sein Tier. Die überwiegende Mehrheit der Halter räumt der Gesundheit ihres Haustieres einen hohen Stellenwert ein. Sie finden, dass die Gesundheit des Tieres mindestens ebenso wichtig ist wie die eigene. Mehr als 85 Prozent sagen, sie würden alle notwendigen Kosten für die tierärztliche Versorgung übernehmen - klare Zeichen dafür, dass Haustiere als vollwertige Familienmitglieder gesehen werden.

Ob beim Spaziergang durch verschneite Straßen, beim gemeinsamen Spiel oder beim ruhigen Abend vor dem Weihnachtsbaum: Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist ein Geschenk, das Gesundheit, Lebensfreude und Wohlbefinden auf beiden Seiten stärkt. Wer Zeit, Verständnis und Achtsamkeit gibt, wird mit einer tiefen Freundschaft belohnt - einer Verbindung, die nicht nur zu Weihnachten spürbar wird. (ots)

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Hundetraining im Alltag

Hundetraining im Alltag: Kleine Routinen mit großer Wirkung

Mit dem Welpen monatelang in der Hundeschule üben? Das muss nicht unbedingt sein. Sicherlich ist es gerade dann, wenn man erstmals Hundehalter ist, eine sinnvolle Überlegung, die Grundkenntnisse in einer Hundeschule zu erlernen. Ebenso wichtig ist aber, das Erlernte gleich in den neuen Alltag mit Vierbeiner zu integrieren. Oft sind es die kleinen, regelmäßig wiederholten Übungen, die entscheidend dazu beitragen, dass ein Hund gelassen und aufmerksam bleibt.

Ob beim Spaziergang, im Haus oder beim Autofahren – jeder Moment im Zusammenleben mit einem Hund kann Teil des Trainings sein. „Erziehung funktioniert am besten, wenn sie selbstverständlich in den Alltag integriert wird“, erklärt Verena Helfrich, langjährige Hundetrainerin und Buchautorin. „Kurze, wiederkehrende Übungen fördern die Aufmerksamkeit des Hundes und können gleichzeitig die Bindung zum Halter stärken.“

Alltagssituationen bieten Lernchancen und Sicherheit Hunde lernen am besten in ihrem gewohnten Umfeld. Wer alltägliche Situationen nutzt, schafft Klarheit und hilft dem Vierbeiner, das Gelernte mit dem Alltag zu verknüpfen. Strukturierte Abläufe bieten dabei außerdem Sicherheit und Orientierung. Das Training erfordert aber auch Konsequenz: Das Gelernte verfestigt sich nur, wenn identische Übungen mit gleichbleibenden Inhalten wiederholt werden. Der Hund weiß bald, was in welcher Situation von ihm erwartet wird und wie wiederkehrende Kommandos gemeint sind.

Schon wenige Minuten auf Spaziergängen oder unterwegs reichen aus, um wichtige Grundfähigkeiten zu trainieren:

Sitz und Bleib: Im Alltag ist es in vielen Situationen hilfreich, wenn ein Hund ruhig an einer Stelle bleibt und sich hinsetzt oder -legt. Sei es beim Warten an einer Ampel, während eines Cafébesuchs oder als Mitfahrer in Auto oder Bahn. Grundlegende Signalwörter wie „Sitz“ oder „Bleib“ bringt man ihm am besten in Ruhe zu Hause oder in der Hundeschule bei – ebenso wie ein Signal, dass er sich wieder bewegen darf. In den tatsächlichen Alltagssituationen festigt sich das Verhalten dann und man sollte loben, wenn der vierbeinige Gefährte wie gewünscht sitzenbleibt und wartet, bis das Signal zum Weitergehen kommt.

Rückruf: Ein weiteres wichtiges Element, einen Hund zu kontrollieren, ist ein Rückrufsignal, auf das er sofort reagiert und angelaufen kommt. Das kann ein Signalwort sein, aber auch ein gleichbleibendes und eindeutiges Geräusch wie ein Pfiff mit Mund oder Hundepfeife. Zu Beginn brauchen viele Tiere ruhige und reizarme Orte, um sich auf das Geräusch zu konzentrieren. Durch positive Verstärkung wie Lob oder Leckerli verknüpft sich das Verhalten mit dem Signal. Aber auch dann, wenn der Vierbeiner die Übung scheinbar perfekt beherrscht, sollte sie regelmäßig wiederholt und er entsprechend belohnt werden – damit der Rückruf gerade auch in lauten Umgebungen funktioniert oder wenn der Hund gerade abgelenkt ist.

Leinenführigkeit: Leinenführigkeit bedeutet, dass ein Hund an lockerer Leine entspannt neben seinem Menschen läuft und sich an diesem orientiert, statt selbst in eine Richtung zu ziehen. Um das zu trainieren, bieten sich regelmäßige Übungseinheiten an, bei denen der Vierbeiner stets aufmerksam bleiben muss. Folgt er wie gewünscht, sollte er gelobt werden. Gewöhnung an Berührungen: Sowohl bei der Pflege zu Hause als auch für Besuche beim Tierarzt oder Hundefriseur ist es wichtig, dass das Heimtier daran gewöhnt ist, an empfindlichen Stellen wie Ohren oder Pfoten berührt zu werden. Durch regelmäßige Wiederholungen stellt sich eine Routine ein.

Gemeinsames Spiel: Spielen klingt zunächst einmal nicht nach Training. Tatsächlich lassen sich dabei aber viele Kommandos ganz natürlich üben und in den Alltag integrieren. Bei der sogenannten Nasenarbeit, wenn der Hund ein Objekt mit einem bestimmten Geruch erschnüffeln soll, wird er mental gefordert. Dazu eignen sich beispielsweise Teebeutel. Auch Apportieren bereitet vielen Hunden Spaß und lässt sich einfach in die Gassirunde einplanen.

Der Hund lernt also umso besser, je spielerischer und unbeschwerter das Training gestaltet ist. „Wichtig ist, regelmäßig zu üben, statt lange Einheiten anzusetzen. Fünf Minuten pro Tag sind oft wirkungsvoller als eine Stunde am Wochenende“, sagt Expertin Helfrich. „Das Schöne ist: Training im Alltag erfordert selten viel zusätzliche Zeit – man muss nur die Gelegenheiten erkennen und nutzen.“ IVH

Graue Schnauzen - großes Herz

Graue Schnauze, großes Herz: So bleibt Ihr Hund im Alter fit und glücklich

Viele Hunde begleiten uns ein ganzes Leben lang - vom tapsigen Welpen bis zum souveränen Senior teilen sie Alltag wie Abenteuer. Dank guter Ernährung, Pflege und moderner Tiermedizin werden Hunde heute älter als je zuvor. Mit den zusätzlichen Lebensjahren steigen jedoch die gesundheitlichen Herausforderungen. Das Problem: Viele Erkrankungen entwickeln sich schleichend und zeigen sich zunächst durch unspezifische Symptome. Wer seinen Hund aufmerksam beobachtet und regelmäßige tierärztliche Vorsorge nutzt, kann viel dazu beitragen, dass die Lebensfreude bis ins hohe Alter erhalten bleibt.

Ein "bisschen ruhiger werden" gilt oft als normal, kann aber ein Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen sein. So deuten Müdigkeit, Husten oder Atemnot häufig auf Herzprobleme hin. Bei Routineuntersuchungen fallen Herzgeräusche oft als Erstes auf - moderne Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall bringt Klarheit. Auch Arthrose ist ein häufiges Altersleiden. Betroffene Hunde bewegen sich weniger, steigen ungern ins Auto oder verweigern Treppen. Eine passende Medikation, Physiotherapie oder gelenkschonende Bewegungskonzepte steigern die Lebensqualität erheblich.

Ein unterschätztes Thema ist die Zahngesundheit. Zahnstein, Entzündungen oder lockere Zähne sind nicht nur schmerzhaft, sie belasten den gesamten Körper. Regelmäßige Maulkontrollen und Zahnbehandlungen gehören deshalb fest zur Vorsorge.

Auch die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle. Senior-Hundefutter ist speziell auf den Stoffwechsel älterer Hunde abgestimmt. Es enthält angepasste Mengen an Nährstoffen und Energie, unterstützt die Gelenkgesundheit, entlastet Herz und Nieren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Gesundheit. Hunde können im Alter auch an einer Form von Demenz leiden.

Orientierungslosigkeit, nächtliche Unruhe oder veränderte Routinen sind ernst zu nehmende Signale. Ein tierärztliches Beratungsgespräch klärt, welche Maßnahmen den Alltag für Hund und Halter erleichtern.

Einmal pro Jahr einen Gesundheitscheck beim Tierarzt einplanen - das ist der Schlüssel, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Neben der Auskultation von Herz und Lunge, einem "Arthrose-Check" der Gelenke sowie einer Kontrolle von Maulhöhle und Zähnen können auch Blut- und Ultraschalluntersuchungen Teil der Vorsorge sein.

Fazit: Alt werden gehört zum Leben - auch beim Hund. Mit Aufmerksamkeit, rechtzeitiger Diagnose und tierärztlicher Unterstützung bleibt die graue Schnauze auch im Alter glücklich.

(Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.)

Wandern mit Hund

Wandern mit Hund

Wanderspaß für Mensch und Hund: Touren auf zwei Beinen und vier Pfoten – so funktioniert‘s

Die Natur in all ihrer Schönheit erleben, klare Luft einatmen und gemeinsam mit dem vierbeinigen Freund die Stille genießen – eine Wandertour ist für viele Hundehalter der Inbegriff einer gelungenen Auszeit. Doch nicht jeder Hund ist für solche Unternehmungen geeignet. Auch bei der Planung, etwa bei der Auswahl der Strecken und Unterkünfte, gibt es einiges zu beachten.

Ob Chihuahua oder Schäferhund – prinzipiell kann fast jeder gesunde Hund auf eine Wanderung gehen. „Hauptsächlich kommt es auf Faktoren wie Alter, Kondition und den Gesundheitszustand des Tieres an“, erklärt Nadine Regel, die als Sport- und Outdoorjournalistin regelmäßig auch in Wanderreportagen von Touren mit ihrem Hund berichtet. Im Juli erschien etwa ihr Buch „Mein Glück hat vier Pfoten“ über ihre Alpenüberquerung mit Hund. „Kurznasige Rassen wie Mops oder Bulldogge können aber zu Atemproblemen neigen und sind dann gerade bei warmem Wetter schnell überfordert. Auch ältere Tiere oder Hunde mit Gelenkproblemen sollten nicht mehr auf lange, anstrengende Etappen geschickt werden, sondern eher eine kurze Runde im entspannten Tempo drehen.“

Grundvoraussetzung fürs Wandern ist, dass der Hund Freude an Bewegung hat. Zudem sollte er längere Spaziergänge kennen. Wer aus dem Flachland kommt, sollte sich und den Hund bei Bergetappen langsam an die ungewohnten Steigungen gewöhnen.

Die Strecken hängen ganz vom Fitnesslevel von Mensch und Tier ab. „Wenn man eine mehrtägige Tour plant, sollte man mit eher moderaten Etappen von zehn bis 20 Kilometern pro Tag starten“, so die Expertin. „Eine Rolle spielen dabei natürlich auch Höhenmeter und der Untergrund. Schotterwege oder felsiges Gelände können ungewohnt für den Hund sein. Es gibt für solches Gelände auch spezielle Hundeschuhe, die die Pfoten schützen. Daran sollte der Hund aber schon im Vorfeld der Wanderung gewöhnt werden.“

Ideal ist eine Strecke über gut ausgeschilderte Wanderwege. „Glücklicherweise haben wir davon in Deutschland sehr viele“, sagt Regel. „Ob im Bayerischen Wald, im Harz, in der Sächsischen Schweiz oder im Allgäu: Hundefreundliche Strecken und abwechslungsreiche Natur finden wir überall.“ Hundehalter sollten sich aber vorab informieren, ob der gewählte Wanderweg in einem Nationalpark oder Naturschutzgebiet liegt. Hier gilt oft eine Leinenpflicht.

Die Leine empfiehlt die Expertin aber auch grundsätzlich für schwieriges Gelände: „Das macht es auch für den Hund sicherer. Außerdem sollte man seinen Hund an der kurzen Leine führen, wenn es zu Kontakt mit Kühen kommt, weil etwa eine Weide überquert werden muss. Dann hält man am besten viel Abstand und führt den Hund auf der kuhabgewandten Seite. Besser ist es aber immer, wenn man auf dem Weg bleiben kann und die Weide umgeht.“

Neben der Strecke will auch die Unterkunft sorgsam gewählt sein. Nicht alle Berghütten oder Pensionen heißen Hunde in ihren Räumen willkommen. Auf der Website oder per Anfrage lässt sich das vorab schnell klären. Am besten sucht man gezielt nach hundefreundlichen Unterkünften und passt auch die Packliste den Bedürfnissen des Vierbeiners an: „Es ist hilfreich, wenn man dem Hund für die Übernachtungen seine Decke einpackt“, rät Regel. „Das vermittelt ihm sofort Vertrauen: Hier ist sein Platz. Gerade wenn viele Menschen oder auch andere Hunde vor Ort sind, fällt es manchem Vierbeiner schwer, sich zu entspannen.“ Wenn die Strecke es erlaubt, bietet sich alternativ eine Übernachtung im Zelt an.

Neben der eigenen Ausrüstung ist ein kleines Hundepaket im Rucksack ratsam. Dazu zählen: Ausreichend Wasser und ein (faltbarer) Napf, Futter und Snacks, Erste-Hilfe-Set für Hunde, inklusive Zeckenzange, Prophylaxe gegen Parasiten, Maulkorb und Verbandsmaterial. Optional ist zu empfehlen: Hundebergeversicherung etwa beim Deutschen Alpenverein, falls der Hund geborgen werden muss, Pfotenpflege, etwa Vaseline und schützende Hundeschuhe (präventiv oder bei Verletzung), Hundemarke mit Telefonnummer oder Tasso-Plakette; optional GPS-Tracker, Lange und kurze Leine, Geschirr, optional eine Leine mit Ruckdämpfer zum Einhängen in den Gurt, Hundekotbeutel.

„Mittlerweile gibt es sogar kleine Hunderucksäcke, die ein bisschen aussehen wie Satteltaschen für ein Fahrrad“, erklärt die Buchautorin. „Wenn so ein Rucksack gut sitzt, der Hund daran gewöhnt und das Gewicht gleichmäßig verteilt ist, kann der Vierbeiner einen Teil seiner Ausrüstung selbst tragen.“

Wanderungen mit Hund fördern die Bindung und bieten schöne Naturerlebnisse. Das funktioniert aber nur, wenn man dabei Rücksicht auf andere Wanderer, Tiere und die Natur nimmt. Zentral für ein entspanntes Gelingen ist, dass man sich und den Hund gut vorbereitet und auch unterwegs die körperlichen Grenzen im Blick behält. IVH

Hund im Restaurant…

Mit Hund ins Restaurant und Café: Zutritt mit Regeln

Als bester Freund des Menschen nehmen Hunde immer stärker am Alltag ihrer Halter teil. Da ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Hundehalter ihren Vierbeiner auch mit ins Restaurant nehmen möchten und dass das immer häufiger auch zugelassen wird. Die Entscheidung dafür liegt nach aktueller Rechtsprechung größtenteils beim Betreiber.

Auch in den vergangenen Sommermonaten machten Halter und ihre Hunde nach einem Spaziergang gern noch einen kurzen Halt im Außenbereich eines Restaurants oder Cafés. Herbst und Winter laden im Gegensatz dazu doch eher in den Innenbereich ein. Aber: Werden Hunde draußen einfach toleriert oder sind sie im Restaurant ganz grundsätzlich erlaubt?

Der auf Tierrecht spezialisierte Anwalt Frank Richter sagt: „Generell sind die Zugangsrechte für Hunde in ein Restaurant nicht gesetzlich geregelt: Hier gilt reines Hausrecht des Restaurantbetreibers.“ Jeder Betreiber kann also selbst entscheiden, ob Hunde im Außen- und/oder Innenbereich erlaubt sind. Lediglich die Küche und Lagerräume sind tabu, da hier besondere Hygienevorschriften greifen. Zusätzliche Kriterien wie beispielsweise die Größe des Hundes oder ein Zugangsverbot bei viel Betrieb liegen ebenfalls im Hausrecht. Weitere denkbare Vorschriften wären etwa das Tragen eines Maulkorbs oder eine Leinenpflicht. Halter können dazu im Vorfeld einfach anrufen oder vor Ort nachfragen. „Im Grunde ist ein Betreiber vollkommen frei, hier zu bestimmen, was auch immer er will. Eine Ausnahme bilden aber Hundeverordnungen, die mancherorts für meist einzelne Rassen beispielsweise Maulkorb- oder Leinenzwänge vorschreiben. Darüber darf er sich nicht hinwegsetzen. Die andere große Ausnahme sind Begleithunde, vor allem für Sehbehinderte“, erklärt Richter.

Besondere Zugangsrechte für Personen mit Assistenz- oder Begleithund: „Ein Begleithund zählt nicht als Hund, er ist ‚Teil‘ der unterstützten Person, so wie eine Brille oder ein Spazierstock. Bei der Verweigerung des Zutritts mit einem Assistenzhund kann eine Benachteiligung gemäß § 7 Absatz 1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vorliegen“, verweist der Anwalt auf das Gesetz. „Außerdem greift seit dem 1. Juli 2021 die neue Regelung des § 12e Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Danach sind alle Betreiber einer typischerweise für den allgemeinen Publikumsverkehr öffentlich zugänglichen Anlage oder Einrichtung verpflichtet, Menschen mit Behinderung, die auf einen Assistenzhund angewiesen sind, den Zutritt nicht wegen der Begleitung durch einen Hund zu verweigern.“

Eine Grundlage für den Restaurantbesuch sollte sein, dass der Hund still an seinem Platz liegen bleibt und andere Gäste nicht belästigt. Dabei kann es helfen, wenn er auf seiner vertrauten Decke liegt. Halter sollten das mit ihrem Tier üben. Wer seinen Vierbeiner mit einem Spaziergang auspowert und ihn bereits vor dem Restaurantbesuch füttert, umgeht damit ein mögliches Betteln.

Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass das Restaurant nicht überfüllt ist und der Hund dadurch gestresst wird. Bei der Platzwahl sollten Halter außerdem darauf achten, dass der Tisch eher in einer Ecke steht und Gäste sowie Personal nicht Gefahr laufen, über den am Boden liegenden Hund zu stolpern oder ihm auf die Pfoten zu treten. Dann steht einem entspannten Restaurantbesuch mit der Fellnase nichts mehr im Weg. IVH

Unterwegs mit Hund

Unterwegs mit dem Hund: Geeignete Trinkquellen erkennen

Die täglichen Gassirunden helfen vielen beim Abschalten und Entspannen. Gleichwohl ist die Bewegung eine körperliche Belastung für den Hund, der entsprechend mit der Zeit durstig wird. Halter sollten deshalb im Idealfall sauberes Wasser dabeihaben – für Ausnahmen lassen sich aber auch geeignete natürliche Trinkquellen finden.

Die Sonne scheint, die Bäume werden grüner – da macht der Spaziergang mit dem Hund gleich nochmal mehr Spaß. Tier und Halter kommen in Bewegung und genießen die frische Luft. Überall gibt es für den Hund etwas zu sehen, zu hören oder zu erschnüffeln. Durch die Aktivität steigt mit der Zeit der Durst. Gut vorbereitet sollten Halter deshalb immer eine Flasche mit sauberem Wasser für ihr Heimtier mit sich führen. Aber auch wenn das versäumt wurde, lassen sich geeignete Trinkquellen erkennen.

Ohne Alternative wird der Hund schon bald selbst nach etwas zu trinken suchen – sei es die Pfütze vom letzten Regen oder der nahe liegende Bach oder See in der Nähe des Weges. Auf den ersten Blick erscheint das Wasser für Menschen oft schmutzig, doch die Hundeverhaltensberaterin Nadja Kopp kann die Bedenken für den Hund etwas entkräften: „Grundsätzlich sollte man sich nicht total verrückt machen, der Verdauungsapparat von Hunden kommt mit einer höheren Keimbelastung besser zurecht als der Mensch.“ Entscheidend sei vielmehr, dass man sich der möglichen Gefahren bewusst ist, den Hund entsprechend mit Training und Impfungen vorbereitet und sein Verhalten beobachtet. Dazu gehört auch, auf Symptome für eventuelle Krankheiten zu achten, wenn der Hund einmal etwas Falsches getrunken hat. Nach Möglichkeit sollte man das Trinken aus potenziell verunreinigten Quellen vermeiden.

Bakterien und Schadstoffe kommen sowohl in Pfützen, Bächen als auch in Seen vor. Die sogenannten Leptospiren, eine Bakterienart, gelangen etwa über die Ausscheidungen von Ratten und Mäusen in die Gewässer. Bei warmen Temperaturen vermehren sie sich dort schnell, können aber auch bei kühlerem Wetter über Wochen in Pfützen überleben. Infiziert sich der Hund beim Trinken, zeigen sich bald Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen. Die Krankheit Leptospirose kann für die Tiere lebensbedrohlich sein, aber einen Schutz vor schweren Verläufen bietet die Impfung. Halter sollten diese daher regelmäßig auffrischen lassen. Am besten fragt man den Tierarzt bei der nächsten Routineuntersuchung danach.

Generell sind fließende Gewässer stehenden vorzuziehen, da die Konzentration an schädlichen Stoffen durch den Fluss geringer ist. Hundeexpertin Kopp rät zusätzlich auf einige Merkmale zu achten: „Ein ideales fließendes Gewässer hat viele Wasserpflanzen, wird nicht von Schiffen befahren, hat keine heftige Strömung und ein befestigtes Ufer.“ Zudem würden Seen und Flüsse regelmäßig auf ihre Qualität geprüft: „Im Internet findet man viele getestete Gewässer und entsprechende Empfehlungen und Warnungen.“ Wird der Hund nach dem Trinken unruhig oder erbricht er sich, sollte man zum Tierarzt gehen und die Fellnase untersuchen lassen.

Das Trinken aus Bächen oder Seen sollte aber immer nur die Ausnahme sein und möglichst vermieden werden. Dafür ist es hilfreich, wenn man den Hund immer bereits zu Hause fressen und trinken lässt und er sich darauf verlässt, dass er von seinem Halter alles Notwendige bekommt. Kopp veranschaulicht das: „Ein Hund, der es gewöhnt ist, Beschäftigung und Futter oder Wasser von seinem Besitzer zu bekommen, wird sich weniger anderweitig umsehen. Ein durstiger Hund trinkt dagegen eher aus einer Matschpfütze, die er sonst nicht gewählt hätte.“

Zudem sollte man mit seinem Hund eine Hundeschule besuchen, um jederzeit eingreifen zu können. Dort lernt er auf ein Signalwort oder einen Signalpfiff zu reagieren und beispielsweise vom Trinken aus einer ungeeigneten Quelle abzusehen. Ein Kommando wie „Nein“ gehört zu den Grundbefehlen, die jeder Hund beherrschen sollte. Lässt er dann vom Trinken aus einer Pfütze ab, hilft ein Lob dabei, dass er auch in Zukunft nicht eigenmächtig entscheidet, sondern erst auf Bestätigung durch seinen Menschen wartet.

Eine gute Vorbereitung mit Impfung, Erziehung und einer stets mitgeführten Flasche mit sauberem Wasser hilft so dem Hund zu einer guten Gesundheit. IVH

Sportpartner auf vier Pfoten

Sportpartner auf vier Pfoten

Sportpartner auf vier Pfoten: Wie Hunde bei den beliebtesten Outdoor-Aktivitäten dabei sein können

Die Sonne lacht und viele Menschen zieht es nach draußen: Einer aktuellen Umfrage zufolge steht Bewegung an der frischen Luft bei vielen Deutschen hoch im Kurs. Besonders schön wird es, wenn der eigene Hund mit von der Partie ist – mit entsprechender Vorbereitung profitieren Mensch und Tier gleichermaßen.

Die Stiftung für Zukunftsfragen erfasst in ihrem Freizeit-Monitor regelmäßig, womit die Menschen in Deutschland ihre Freizeit am liebsten verbringen. Bei der Befragung von 3.000 Personen zu ihren wöchentlichen Freizeitaktivitäten im Sommer 2024 nannten beispielsweise 54 Prozent „Spazieren gehen“ und ebenfalls etwa die Hälfte generelles „Sport treiben“ und „etwas für die Gesundheit tun“. Die Beliebtheit von Bewegung an frischer Luft ist damit gestiegen: Im Zehn-Jahres-Vergleich wurden diese Möglichkeiten nur von rund 40 Prozent der Befragten genannt. Populär waren 2024 auch „Fahrrad fahren“ (31 Prozent), „Jogging“ (19 Prozent) und „Baden oder Schwimmen gehen“ (12 Prozent).

„Das Schöne ist: Viele dieser Aktivitäten lassen sich wunderbar mit dem Hund gemeinsam erleben. So wird er nicht nur körperlich ausgelastet und ausreichend bewegt, sondern hat auch noch richtig Spaß an den Ausflügen mit seinem Menschen“, erklärt Verena Helfrich, langjährige Hundetrainerin und Autorin des Buchs „Outdoor-Abenteuer mit Hund“.

Damit der tägliche Spaziergang nicht zur langweiligen Routine wird, hat Helfrich abwechslungsreiche Ideen: „Ein Spaziergang lässt sich zum Beispiel ganz einfach mit kleinen Schnüffelspielen aufpeppen oder man probiert gemeinsam Geocaching aus – also die Suche nach kleinen Schätzen, die mithilfe von GPS-Koordinaten versteckt wurden“, erklärt sie. „Auch für den Hund ist das ein echtes Highlight, denn die Suche führt oft abseits der bekannten Wege und sorgt so für neue Eindrücke und spannende Herausforderungen.“ Aktivitäten wie Geocaching bieten einige Hundeschulen mittlerweile auch für Gruppen an – Nachfragen lohnt sich also.

Wer es etwas sportlicher mag, kann mit seinem Hund auch kleine Wanderungen unternehmen oder joggen – sofern beide dafür körperlich geeignet sind. „Wichtig ist, die Belastung immer an die individuelle Konstitution des Hundes – und auch des Menschen – anzupassen. Nicht jeder Hund ist ein geborener Laufpartner, und auch für Menschen kann das gemeinsame Joggen eine Herausforderung sein“, betont Helfrich. „Besonders im Sommer sollte man solche Aktivitäten nur in den kühlen Morgen- oder Abendstunden planen. Regelmäßige Pausen und ausreichend Wasser sind unerlässlich – beides gehört bei jeder Tour grundsätzlich dazu.“

Viele Hunde lieben das Wasser. Vor allem an warmen Tagen lockt es als erfrischende Abkühlung. Zusätzlich ist das Schwimmen schonend für die Gelenke und kann so für Hunde mit Bewegungseinschränkungen eine gute Alternative sein, in Bewegung zu kommen. „Beim Schwimmen steht die Sicherheit an erster Stelle“, erklärt die Hundetrainerin. „Vor allem Hunde mit kurzen Schnauzen können Probleme mit der Atmung bekommen oder Rassen mit kurzen Beinen können Schwierigkeiten haben, sich über Wasser zu halten. Außerdem hat auch das Gewässer einen Einfluss: Bei starken Strömungen oder wenn der Verdacht auf Verschmutzungen oder etwa Blaualgen im Gewässer besteht, sollte man besser am sicheren Ufer bleiben.“ Halter sollten daher immer aufmerksam beobachten und im Zweifel eingreifen. Wichtig zudem: Die Entscheidung, ob und wie schnell ein Hund ins Wasser geht, sollte immer beim Vierbeiner selbst liegen.

Das Wasser ist aber nicht nur Schwimmern vorbehalten: Auch Stand-up-Paddling (SUP) mit Hund liegt im Trend – und kann eine tolle und erfrischende gemeinsame Aktivität sein, die die Bindung stärkt. Doch spontane Ausflüge aufs Wasser sind keine gute Idee: „Der Hund sollte schrittweise an das SUP-Board, das Wasser und die ungewohnte Bewegung gewöhnt werden. Vertrauen, Ruhe und Sicherheit stehen dabei an erster Stelle“, erklärt Helfrich. Für die Sicherheit ist außerdem ein gut sitzendes Hundeschwimmwesten-Modell sinnvoll – selbst bei guten Schwimmern.

Am besten startet man mit ersten Trockenübungen an Land, lässt den Hund das Board erkunden und übt gemeinsam das Auf- und Absteigen. Im nächsten Schritt kann man ans flache Ufer wechseln und das Brett dort leicht ins Wasser schieben. „Dabei ist es wichtig, dass der Mensch selbst sicher auf dem Board steht und der Hund langsam Vertrauen fasst – Druck oder Ungeduld sind hier fehl am Platz“, so Helfrich. Wer merkt, dass der eigene Vierbeiner sich auf dem Wasser dauerhaft unwohl fühlt, sollte andere Aktivitätenvorziehen, die besser zur Persönlichkeit und Konstitution des Hundes passen.

Ob Spazieren, Schwimmen oder Stand-up-Paddling: Bei der gemeinsamen Bewegung an der frischen Luft verbessert sich die Fitness und die Bindung zwischen Mensch und Hund wird gestärkt. Wer die individuellen Bedürfnisse seines Vierbeiners berücksichtigt und auf Sicherheit achtet, schafft wertvolle Erlebnisse und Erinnerungen – im Sommer, aber auch zu jeder anderen Jahreszeit. IVH

Urlaubsplanung mit Hund & Co.

Urlaubsplanung mit Hund, Katze und Co.

„Leben mit Heimtier“ informiert über Betreuungsangebote und gibt hilfreiche Tipps

Eine Pause vom Alltag, etwas Neues sehen, eine Reise in ferne Länder: Ihr Urlaub ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Doch können die geliebten Heimtiere mitkommen oder bleiben sie lieber zu Hause? Gibt es in der Nähe geeignete Betreuer? Was ist zu beachten, wenn man seine tierischen Mitbewohner vorübergehend allein lassen möchte? Das von zwei Branchenverbänden etablierte Internetportal „Leben mit Heimtier“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Tierhaltern praktische Hilfestellungen zu geben.

„Tierfreunde möchten möglichst viel Zeit mit ihren Hunden, Katzen und anderen Begleitern mit Fell, Federn, Flossen oder Schuppen verbringen. Doch es gibt immer wieder Situationen, in denen sich die Frage nach einer tiergerechten Betreuung stellt – zum Beispiel im Krankheitsfall oder wenn der nächste Urlaub ansteht“, sagt Dr. Katrin Langner, Geschäftsführerin des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V., neben dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) einer der beiden Branchenverbände, die das Portal etabliert haben. „Hier setzen wir mit unserem Service-Angebot an und möchten einen aktiven Beitrag dazu leisten, das Leben mit Heimtier so einfach und problemlos wie möglich zu machen.“

Ob Tiersitter, Gassiservice oder Tierpension, auf der Website www.leben-mit-heimtier.de können sich Heimtierhalter in einem werbefreien Umfeld nach Unterstützungsleistungen von privaten Initiativen, Vereinen und gewerblichen Anbietern umschauen. Dabei können sie nicht nur nach Tierart, Betreuungsart und -dauer filtern, sondern auch nach Postleitzahl. So erhalten sie schnell Infos zu passenden Angeboten in ihrer Nähe. Insgesamt werden für Hunde mehr als 500 Anlaufstellen vorgestellt, für Katzen sind es gut 400 und auch Halter anderer Tierarten finden über das Portal unkompliziert Hilfe.

Wer sich dafür entscheidet, etwa seinen Hund mit in den Urlaub zu nehmen, kann sich ebenfalls über hilfreiche Tipps freuen: „Das Team von ‚Leben mit Heimtier‘ beantwortet häufige Fragen rund um das Reisen mit Vierbeinern und beschäftigt sich dabei beispielsweise mit verschiedenen Transportmitteln und Urlaubsarten sowie dem Inhalt der Reiseapotheke“, so Dr. Langner. „Auch Halter von Kaninchen, Fischen und anderen Tieren, die lieber daheimbleiben, finden nützliche Informationen. Etwa dazu, welche Betreuung sowohl den tierischen Bedürfnissen als auch ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen gerecht werden kann.“ Praktische Checklisten sowie weiterführende Kontakte und Links runden das Angebot ab. IVH